Sucht ist Chaos im Kopf

13. Juni 2010

Sucht und Mental Training
Jeder weiß wie sich eine Zigarette in den Lungenflügeln anfühlt. Manche tun´s einmal, manche öfter, und manche können einfach nicht mehr damit aufhören. Das nennt man dann süchtig. Ihr Gehirn braucht einen gewissen Kick um glücklich zu sein. Dabei schöpft es aus reichlicher Quelle. Neben dem Verlangen nach Stofflichem wie Alkohol und Nikotin, schleicht sie die allem zugrunde liegende Sehnsucht, in Arbeitswut, Spiel und Computersucht oder entlädt sich in zügellosem Kaufrausch. Und weil vieles, was süchtig macht, erst einmal „cool“ ist, werden versteckte Suchtquellen oft nicht erkannt, zumal überall konsumtreibende Glücksbilder lauern, und besonders das Lustzentrum reizempfindlicher Teenager lockt.  Das Gehirn ist bis zum 14.Lebensjahr noch ganz besonders empfindlich.

Zwischen dem 12. Und dem 14.Lebensjahr haben wir eine hormonelle Situation, wo so zu sagen das Gehirn, der

Körper überschütte wird von Dopamin –von Antriebsstoffen bei den Jugendlichen. Sie haben wenig Impulskontrolle – sie müssen alles gleich haben, wenig Frustationstoleranz sie müssen alle umsetzen, das gehört auch zum Jung sein dazu, die Natur hat uns ausgestattet, dass wir da besonders dynamisch sind, und in dieser Zeit sind die Jugendlichen natürlich sehr gefährdet.

Am Beispiel Alkohol kann man gut sehen, wie die Chemiefabrik entgleist. Die Alkohol- Moleküle setzen sich an den Rezeptoren – den Andockstellen der Nervenzellen fest und bringen das biochemische Gleichgewicht durcheinander. Besonders betroffen ist das Belohnungszentrum, das völlig verwirrt Unmengen an Glückbotenstoffen wie Dopamin
ausschüttet. Das Gehirn gewöhnt sich an diesen Glücksspiegel und will in halten. Dazu aber brauchte immer mehr Suchtmittel, weil es die Fähigkeit verliert, diesen Zustand zu erzeugen. Im Gehirn gibt es vier Stresszentren durch Furcht, Scham, Ekel oder Trauer aktiviert werden und mit Schock reagieren.

Dort sind auch die Türen für Dopaminlieferanten angelegt. Wenn das Gehirn auf natürliche Quellen wie Anerkennung, Sicherheit, Geborgenheit nicht mehr reagiert, braucht es andere Glücksreize um den Anstieg des Stresshormons Kortisol auszugleichen. Je nachdem welcher Stressbereich betroffen ist, kann aus ein paar Zigaretten Nikotinsucht, aus einem Drink ein Alkoholproblem, aus süßen Vorlieben ein Schokoholik, eine isolierte Paralellwelt werden.

Eines haben alle Suchteintrittskarten gemeinsam. Fährt das Gehirn einmal am Dopaminhighway lässt es sich kaum noch davon abbringen. Außer man baut neue Straßen mit einem Präventions- und Antisuchtprogramm. Ein Motivationstrainingsprogramm dass davon ausgeht dass es mit geführten Geschichten, Menschen in Gefühlszustände bringt, dass sie sich selber gut spüren können, und selbst wieder etwas empfinden und in diese Gefühlszustände in diese Emotionalisierungen kommen Informationen zu den einzelnen Tätigen die wir tun. Es wird Informiert, emotionalisiert und neu programmiert und das neu Gelernte durch die Verbindung mit einen bestimmten Geruch verankert.

Alle Gerüche kommen direkt im Gefühlshirn an – im limbischen System, können vom Verstand nicht verhindert werden und Gerüche helfen uns sehr gut in Erinnerungen. Das Gehirn probiert immer aus was es hört, diese Eigenschaft kann man nutzen und es mit Bilderreisen hinein in den Körper locken. Man spürt wie das Herz lustvoll pumpt und die Lunge kräftig atmet. Diese Wohlfühlbilder gefallen dem Gehirn, weil sie direkt im Belohnungssystem wirken. Dadurch verhindern sie Suchtentstehung oder ersetzen alte Suchtbilder.

Das Riechfläschchen signalisiert dem Hirn beim Suchtalarm: “Wir brauchen den Stoff nicht mehr, wir haben etwas neues auf Lager” Die Erinnerung wird wach, die entgleiste Biochemie im Kopf geordnet und irgendwann verblasst die Sucht. Damit lassen sich auch die Türen für andere Suchtmittel schließen – und das Dauerhaft. Denn: ist der Schalter einmal umgelegt, dann bleibt er es auch.

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